Geschwend

Die Grundschule Geschwend mit den Einzugsgebieten Geschwend, Präg, Herrenschwend sowie mittlerweile auch Utzenfeld und Todtnau, hat seit einigen Jahren eine Familienklasse. Seit dem Schuljahr 2015/16 wurde die Lernstruktur dieser Außenstelle in eine Familienklasse geändert, in der derzeit 23 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 1-4 jahrgangsübergreifend unterrichtet werden.

Durch den jahrgangsübergreifenden Unterricht ergibt sich ein selbständiges und vor allem differenziertes Lernen. In den Fächern Deutsch und Mathematik arbeiten die Kinder sehr individuell an ihren Unterrichtsinhalten. Dennoch gibt es Unterschiede zwischen den Unterrichtsmethoden der Erstklässler und den Klassen 2-4.

Das Arbeitsmaterial von Klasse 1 ist noch komplett durchstrukturiert. Die Schülerinnen und Schüler verwenden hier beispielsweise Material aus dem Cornelsen Verlag „Einstern“. Trotzdem arbeiten die Kinder in ihrem individuellen Tempo und werden auch nicht gebremst - vorausgesetzt die Inhalte sind gefestigt.

Die Klassen 2-4 hingegen arbeiten an der „Kartei“ und strukturieren und organisieren ihr Lernen selbstständig. Die „Kartei“ wird in Stehsammlern im Klassenzimmer aufbewahrt. Die verschiedenen Stehsammler sind mit Arbeitsaufträgen zu einem bestimmten Themenbereich befüllt und durchnummeriert. Z.B. bedeutet M3-04-02: Mathe Klasse 3, Kartei Nr. 04, Arbeitsblatt 02. Hier entnehmen sich die Schülerinnen und Schüler ihre jeweiligen Arbeitsaufträge. Diese neue Lernform erfordert auch wichtige äußere Rahmenbedingungen: so werden die Arbeitsblätter nach jedem Schuljahr neu bearbeitet und ausgetauscht, bzw. durch haptisches Material ergänzt um das Lernen mit allen Sinnen zu garantieren. Die Lernprozesse werden von jedem Kind im Lernbegleitheft dokumentiert und von den Lehrern gesteuert. Außerdem dienen diese Hefte auch dazu, Termine für Lernzielkontrollen festzusetzen, da jedes Kind in seinem Tempo die Tests und Lernzielkontrollen absolviert. Dadurch ist für die Eltern zu jeder Zeit einsehbar, was ihr Kind in der Schule gelernt hat und was noch ansteht.

Damit neben dem individuellen Lernen auch gemeinsames Lernen gelingen kann, gibt es im Schulalltag für alle Klassenstufen bzw. die ganze Klasse festgelegte Rituale, wie zum Beispiel der gemeinsame Beginn, Input-Phasen für einzelne Lerngruppen, Buchstaben-Einführungsstunden speziell für die 1. Klasse, und vieles mehr.

In der Lernstruktur einer Familienklasse unterstützen nicht nur die Lehrer die Schülerinnen und Schüler, sondern die „Großen“ helfen den „Kleinen“. Diese Art der Hilfe verstärkt natürlich nicht nur das soziale Miteinander, sondern auch die Fachkompetenz der älteren Schülerinnen und Schüler, da sie dadurch das Gelernte nochmals wiederholen.

Das gemeinsame Lernen findet sich zudem in der großzügigen Raumstruktur der Grundschule Geschwend wieder. An Gruppentischen lernen zum größten Teil jeweils ein Kinder aus der 1. Klasse, 2. Klasse, 3. Klasse und 4. Klasse. Dadurch kann auch das „Helfersystem“ besser greifen, wenn Fragen bei den jüngeren Schülern entstehen.

Die Nutzung des 2. Zimmers und des Gangs ermöglicht zudem die Freiarbeit und die Projektarbeit. Hier arbeiten alle Klassenstufen gemeinsam, allerdings jeweils auf ihrer „Niveaustufe“. Das heißt, die Materialien werden je nach Klassenstufe angepasst.

Foto Schulhaus Geschwend

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